Niendorfer TSV

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Befreiungsschlag nach hartem Kampf?!

1. Herren 16/17

Befreiungsschlag nach hartem Kampf?!

20.11.2016

Volleyballer siegen mit 2:3 in Kiel- Coach Ivantsov verliert die letzten Haare 
 
Am siebten Spieltag der Regionalliga Nord sollte es zum Duell zwischen dem KMTV, besser bekannt als Eagles 2, und dem Niendorfer TSV kommen. 
Hoch war die Erwartungshaltung an das eigene Auftreten der Hamburger, verlor man doch vorherige Woche relativ sang-, und klanglos mit 0:3 daheim. Umso mehr Geschrei und Gepolter erwartete Ivantsov nun also von seinen Schützlingen und schickte Kirchner für den verhinderten Heitsch, sowie den altgedienten Schiewe für Kröger auf das Parkett. Ein Schachzug, der sich im Nachhinein noch ausbezahlt machen sollte. 
 
Die Niendorfer begannen druckvoll, lediglich im Aufschlag zeigten sich anfängliche Schwierigkeiten. Die Annahmeriegel beider Teams wirkten verunsichert, nicht sichtlich, ob diese auf Grund der hohen Fehlaufschlagquote hervorgerufen wurde.
Ein ausgeglichener erster Satz wurde erst ab dem 20:21 spannend, nachdem Kok auf Grund seines fragenden Blicks in Richtung des ersten Schiedsrichters die gelbe Karte sah. Angespornt von mehreren fragwürdigen Entscheidungen punktete eben jener doppelt und zwei präzise Aufschläge von den eingewechselten Daschke und Rose bescherten den Niendorfern den ersten Teilerfolg (24:26). 
 
Hierbei stellt sich die immer wiederkehrende Frage der bisherigen Saison, weshalb diese am Ende doch gute Vorstellung dem Team keine Stabilisation verleiht. 
 
Der zweite Satz stand letztendlich wieder einmal unter dem Motto: "Wenn schon Scheiße, dann Scheiße mit Schwung", doch nicht einmal dies konnten die Gäste umsetzen. Von Angriffsfehlern und Unstimmigkeiten in der Annahme bis zu verbaggerten "Dankebällen" gab es kein Punktegeschenk auf Seiten der Niendorfer Fehlerteufel, das diese ausließen. Kiel reichte ein halbwegs geordneter Spielaufbau, um den Abschnitt mit 25:18 für sich zu entscheiden.
 
Im Dritten zeigten die Mannen von der Kollau dann wieder ein komplett anderes Gesicht, und das obwohl Trainer Ivantsov in der Satzpause keine Schönheitsoperationen vornahm. Zuspieler Klieme beschrieb diese Phase des Spiels mit "Das ist einfacher Volleyball: Gute Annahme, Zuspiel von Daschke und Schiewe packt den Angriffshammer aus." 
Eben jenes Urgestein zeigte sich in der entscheidenden Phase von seiner besten Seite und stutze dem Block der Eagles die Flügel. Nahezu jeder Angriff war ein Punktgewinn; am Ende des Satzes (15:25) hatte er starke 10 von möglichen 12 Angriffspunkten für sein Team gewonnen.
 
Die Adler schüttelten sich kurz und kamen stark zurück. Viele Heiße Blockduelle entschieden Sie nun für sich, so dass Ivantsov seinen "Wolf Pierre" von der Leine ließ und ihn im Außenangriff brachte. Er wusste das Spiel lange offen zu halten, doch mehrere gut platzierte Mittelangriffe der Kieler sorgten für einen 25:20- Erfolg. Nicht unerwähnt soll die fragwürdige rote Karte für Schiewe bleiben, der die Schiedsrichter von der Bank aus freundlich darauf hinwies, dass Sie in der entscheidenden Phase des Spiels doch bitte etwas aufmerksamer agieren sollten. 
 
So müsste es wieder einmal der Tie- Break richten. Diagonalangreifer Gentile, mit Anlaufschwierigkeiten gestartet, hatte diesen als seinen persönlichen Höhepunkt auserkoren. Fast nicht zu stoppen, punkteten er und die Mittelblocker Wedemann und Kirchner nach Belieben (6:8). Die Niendorfer ließen die Kieler im letzten Abschnitt zu keiner Zeit gefährlich rankommen und spielten aufmerksam und taktisch klug. Der dritte Auswärtssieg der Saison war nach dem 11:15 Geschichte. 
 
An dieser Stelle bleibt zu sagen, dass es zwar kein sonderlich gutes, aber ein hart umkämpftes Regionalligaspiel war. Beide Teams hatten ihre Stärkephasen; die Niendorfer am Ende den längeren Atem. 
Gab man mit diesem Sieg auch die "rote Laterne" ab, wusste Coach Ivantsov dennoch, dass "er viele dieser Spiele auf Dauer nicht aushalten könne". Man munkelt, dass er sich die letzten Haare ausgerissen habe - wenn nicht, dann wird er dies beim kommenden Kampf seiner Mannen in Warnemünde tun. 
 
Feuer frei!
NTSV mit: Klieme, Daschke, Touronoglu ,Wolf, Kok, Rose, Kröger, Schiewe, Meyn, Wegemann, Kirchner, Gentile
(ER)