Niendorfer TSV

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Die Herde gerät in Bewegung

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Die Herde gerät in Bewegung

25.10.2016

Erster Sieg und erste Punkte beim KTV

 

Nachdem sich die Herren des NTSV in den ersten beiden Spielen noch nicht wirklich mit Ruhm bekleckern konnten, wollte die neu zusammengesetzte Herde von der Kollau nun langsam in Bewegung kommen.

Nachdem die Zuschauer der KTV-Regionalligadamen nach dem Sieg der Heimmannschaft fluchtartig die Halle verlassen hatten und das Einspielen vor fast leeren Rängen eigentlich wenig Änderung in der labilen Annahme des NTSV versprach, hatten sich die KTV-Männer wohl schon auf einen entspannten Nachmittag eingestellt. Zwar nicht im Vollbesitz ihrer personellen Möglichkeiten, standen aber doch gefühlte 420 Jahre Erfahrung auf und neben dem Feld der Gastgeber.

 Zu Beginn starteten die Gäste aus Niendorf allerdings gleich mit bockstarken Aufschlägen und Annahmeaktionen, die es in dieser Saison bisher nur selten zu bestaunen gab. So muss sich der startende Zuspieler Max Daschke schon vor lauter Auswahlmöglichkeiten fast überfordert gefühlt haben. Nicht alles gelang perfekt, aber selten mussten die Niendorfer leichte Eigenfehler hinnehmen.

Ganz anders das Bild bei den Kielern: Trotz immer wieder starken Angriffen nach einem schnellen und butterweichen Zuspiel, brachten sie sich selbst durch regelmäßige Aufschlagfehler immer wieder ins Hintertreffen.

 Trotz des am Ende knappen 23:25-Sieg riss den Mannen von Coach Slava Ivantsov auch im zweiten Satz nicht der Faden. Starke Diagonalblocks ließen in ihm zumindest ab und zu das Gefühl aufkommen, dass das Team seine taktischen Vorstellungen verstanden hat. Der neu ins Team gestoßene Mittelblocker Christian Kirchner konnte auch im zweiten Satz unter Beweis stellen, dass er zwar kein Trainingsweltmeister mehr wird, aber im Spiel einfach weiß, wo Bartels den Most holt. Der Lohn: Kiel ließ nochmal Federn und der Satz blieb mit 20:25 wieder bei den Gästen.

 Ohne letzte Gegenwehr wollten sich die Hausherren dann doch nicht aus der eigenen Halle mit dem schönen neuen Boden verjagen lassen. Die lautstarke Unterstützung von der Bank der NTSVer, die die vereinzelten Zuschauer in der Gellert-Halle locker 90:25 in der dB-Wertung schlagen konnte, verhinderte den Einbruch im Niendorfer Spiel nicht. Weniger Fehler auf Seiten der Kieler und die wieder aufkeimende Verunsicherung in der Annahme und Abwehr brachten die erhofften Punkte zwei und drei für die Gäste nochmal in Gefahr. Auch die Wechsel im 3. Und 4. Satz konnten die Sicherheit trotz eines sehenswerten Monsterblocks von Pierre Wolf nicht wirklich zurückbringen. Coach Ivantsov sah seinen verdienten Heimaturlaub in Kaliningrad nach dem 26:24 und 25:17 des KTV schon in weite Ferne rücken.

 Die genommene Zweisatzpause tat den Kollau-Städtern aber anscheinend gut. Nach einem 0:4-Start in den 5. Satz, kam die Sicherheit in Annahme und Aufschlag wieder zurück. Nachdem der KTV die ersten beiden Saisonspiele jeweils im Tiebreak gewinnen konnte, sahen sie sich schon auf dem richtigen Weg, bis dann nach dem 7:8-Seitenwechsel Mattes Kröger zeigen konnte, dass der Blitz auch drei Mal an derselben Stelle einschlagen kann: Wenn der Block dicht ist, schlägt man ihn eben außen an! Auch die gesamte Palette der Beweglichkeit des Kieler Blocks schaffte es nicht, die geschmeidigen Hände vom Neuzugang aus Oststeinbek unter Kontrolle zu bringen.

Erst nach dem 14:10 bäumten sich die Gastgeber nochmal auf und schafften es, zwei Matchbälle abzuwehren, bis der erste Saisonsieg der Herren vom NTSV perfekt war! 3:2 (23, 20, -24, -17, 12)! Und endlich konnten die Niendorfer nach langer, langer Wartezeit wieder singen: „Wir kommen nicht vom Neckar, wir kommen nicht vom Rhein! Wir kommen von der Kollau! Das muss bei Niendorf sein! …“

 Zuspieler Max Daschke stellte abschließend noch fest, dass der Text gar nicht so leicht von den Lippen ging, nachdem er fast ein Jahr auf die Sieger-Hymne verzichten musste. Aber: Jetzt ist die Herde in Bewegung und hat gezeigt, dass sie zusammenfinden und die Bäume in dieser Saison wieder ausreißen kann.

 Am kommenden Sonntag  geht es auf die lange Auswärtsfahrt nach Greifswald zur HSG Turbine. Coach Slava Ivantsov reist dann pünktlich wieder aus Kaliningrad an, um zu kontrollieren, ob die Mannschaft in dieser Woche auch ohne ihn fleißig für weitere Punkte trainieren hat.

 Bis dahin – Feuer frei!

 

Für den NTSV in Kiel: Tourounoglou, Daschke, Meyn, Gentile, Kirchner, Wedemann, Heitsch, Kok, Wolf, Kröger

(SW)