Niendorfer TSV

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Vorstellungsrunde an der Kollau

1. Herren 16/17

Vorstellungsrunde an der Kollau

29.10.2016

Ordentlich gestürmt hat’s im Hamburger Norden nach der letzten Saison. Da kein Stein auf dem Anderen blieb, hier die Komplettübersicht.

Zuspiel:

Im Zuspiel zumindest ist ein wenig Konstanz zu sehen. Aus dem Kader der ersten Herren bleibt Max Daschke, inzwischen seine fünfte Saison für die Niendorfer. Der gebürtige Nürnberger sorgt mit seiner südländischen Art stets für gute Laune und fällt nur gelegentlich negativ durch seinen rudimentären Dialekt auf. Er schwört auf seine Rollkoffer-Sporttasche, Paletten-Betten und Bier aus dem Süden.

Außerdem ganz offiziell im Kader ist jetzt Sven „Zylo“ Klieme. Der Ex-Coach erlebt seinen achten Frühling und kann die Hände nicht vom Ball lassen. Auch in den beiden vorherigen Saisons schnürte er gelegentlich vertretungsweise seine Sportschuhe und zeigte: Talent hat man oder eben nicht. Zwar nicht mehr wieselflink, eher gemütlich, aber stets mit Zauberhändchen und polierter Platte. Hier kommt Mr. Technik.

Dritter Pritscher im Bunde ist Alex Tourounoglou aus den ehemals zweiten Herren. Ganz und gar nicht gemütlich, sondern wieselflink unterwegs, durch enorme Sprungkraft und mit knallharten Aufschlägen überzeugt der junge Medizin-Student auf dem Feld. Ziel des Blondschopfs: An den Gegnern wachsen – bestenfalls in zweifacher Hinsicht.

Diagonal:

Als Exot für Niendorf greift Gennaro „Gattuso“ Gentile an – bekannt als trickreichster Spieler in Hamburg. Kaum ein Ball von ihm erreicht auf direktem Wege den Boden, abzuwehren sind dennoch die Wenigsten. Flugbahn und Schlagrichtung entbehren jeder Logik, umso mehr seine Ansprachen – es kommen immer die richtigen Worte aus dem Rauschebart. Gennaro kommt aus den zweiten Herren und spielt die zweite Saison in Niendorf. Er fühlt sich im Wohnzimmer „Sachsenweghalle“ so pudelwohl, dass er aus dem Duschen nach dem Training eine Wellness-Zeremonie macht. Wenn es heißt: „Der letzte macht das Licht aus!“ – Dann ist es sicher Gennaro.

Ein dicker Nagel im Kaderholz von Coach Ivantsov ist Diagonalangreifer Felix Clodius. Als fest stand, dass der NTSV "die linke Klebe“ weiterhin an sich binden wird, rollten die Mitspieler den roten Samtteppich aus, man beschloss in privaten Kreisen, die Nummer 4, auch nach seinem Karriereende in schlappen 27 Jahren (solange läuft sein Vertrag noch), nicht mehr zu vergeben und die weiblichen Anhänger ließen ihren Freudentränen freien Lauf. Kürzlich erst noch von "Hinz & Kuntz " zum "Nordish sexiest boy alive' gewählt, lässt er es nicht nur modisch regelmäßig rumsen. Neben dem ein oder anderen frivolen Lederjäckchen und feinem Samtanzug, weiß Felix durchaus auch auf dem Feld zu beeindrucken. "Mit lauter Stimme führt der Kapitän uns auch durch die unsteten Gewässer", spricht sein Mitspieler Elias Rose. Von den Gegnern nicht nur wegen des Honig- Mandel- Shampoos gefürchtet, welches seiner Locke erst die richtige Fülle verleiht, sondern vor allem auf Grund der hohen Abschlaghöhe und Gewitztheit im Angriff steht der Diagonalangreifer als sicherer Punktesammler auf der anderen Seite. Den einen oder anderen Block trieb er schon in die Verzweiflung – und hilft sogar ab und an mal in der Annahme aus. Bühne frei - für Niendorfs Mr. Niceguy.

Mitte:

Bereits die siebte Saison spielt Johann Heitsch für die ersten Herren. Zwei Rätsel gibt er auf: Wie man diesen Bizeps so weit in die Luft wuchten und man ohne Ellenbogengelenk baggern kann. Zweites ist zwar auch nicht seine Stärke, eine ordentliche Wand am Netz ist er trotzdem. Auch organisatorisch ist Johann nicht mehr aus dem Team zu denken und stellt zudem regelmäßig Heim und Herd zur Verfügung, um ausführliche Spielanalysen zu ermöglichen.

Aus den zweiten Herren kommt zum ersten Christian „Chrischi“ Kirchner. Als Ur-Niendorfer eigentlich sein ganzes Leben im Verein, ist es die erste Saison bei den ersten Herren. Was er an Größe nicht hat, macht er an Schulter wett und überrascht immer wieder mit ordentlich Bumms im Arm. Mit einem goldenen Fuß ausgestattet ist er stets im Winner-Team beim Aufwärmen und die gute Seele im Team. Chrischi ist der absolute Trainingsweltmeister und in dieser Kategorie außer Konkurrenz.

Zweiter Mittelblocker aus der Reserve ist Sebastian Wedemann. Als einer der Oldies mit viel Erfahrung und solidem Block liegt ihm verbissener Ehrgeiz fern, eigentlich durchgehend findet man ein strahlendes Lächeln in seinem nie schweigenden Gesicht. Trotzdem stets motiviert ist es eine Wonne, ihn nach dem Libero-Wechsel aufs Feld springen zu sehen: Niemand legt so viel Elan in diese sechs Meter wie Sebi. Lieblings-Drink des Rotschopfs: Ganz klar – Ginger Ale.

Außen:

Als einer der wenigen echten Annahmespezialisten gibt Friedo Kok dem Annahmeriegel die nötige Stabilität. Der sympathische Ur-Niendorfer begeistert im Angriff mit einer etwas eigenwilligen Technik und stets einem Grinsen im Gesicht. Außerdem zeichnet ihn eine echte eigene Meinung aus, die er in den richtigen Momenten kundtut. In vielen Fällen dreht es sich dann um Fußball.

Eigentlich bereits in der letzten Saison ist Elias „Rosi“ Rose zum Team gestoßen. Gegen Ende der Saison schaute der Berufssoldat im Training und bei den Spielen vorbei, nutzte aber noch viel Zeit für Dinge, wie bei Nacht und Nebel ohne essen, trinken und Schlafsack durch Provinzwälder zu pilgern. Gestählt durch die ganz eigene Vorbereitung (eine unbeheizte Halle und kalte Duschen schocken ihn schon lang nicht mehr) bringt er neben viel guter Laune einen stabilen Außenangriff ins Team. Zudem verstärkt er mit viel Witz die Presseabteilung.

Aus Hamburgs Südosten ist Mattes „Matti“ Kröger gekommen. Der Oststeinbeker Lockenkopf ist mit gerade 20 Jahren der Jüngste im Team. Im Sommer ist er durchgehend im Sand und verfügt über das „Handgelenk des Grauens“ – wie eine Eule mit ihrem Hals erreicht er Drehungen und Winkel in Sekundenbruchteilen, nicht zu lesen und immer überraschend. Einzige Schwäche: Korallen. Die pissen ihm echt ans Bein.

Im Niendorfer Gehege soll es wieder Wölfe geben! Frisch zugezogen aus Sachsen ist Pierre „Hackepeter“ Wolf, direkt an die Ufer der Kollau. Als einer von zwei in Niendorf wohnenden Spielern gilt er schon jetzt Lokalpatriot. Der großgewachsene, am Netz durchaus beeindruckend erscheinende Außenangreifer macht sich einen Namen mit Hackbrötchen und harten Angriffen, zudem durch eine individuelle Interpretation von Abwehrverhalten. Ein NTSV-Tattoo ist bereits angekündigt, Fan-Vorschläge werden gerne angenommen. „Wolfi“ wird gelegentlich auch einfach ans Netz gestellt, um laut zu knurren und zu brüllen – das verfehlt nie seine Wirkung.

Eigentlich schon lang in Niendorf ist Jannik „Nikki“ Schulze-Ostermoor. Mit kleinen Unterbrechungen schlägt er regelmäßig seit 2010 für Teams in Niendorf auf, auch jahrelang bei den ersten Herren. Wenn es eine Personifikation für Schnellkraft gibt, dann ist er diese – sprung- und schlaggewaltig und stets für einen guten Spruch zu haben fliegt er Angriffe über Außen. Absolute Kernkompetenz: Sprechen wie Rene Marik.

Libero:

Ebenfalls schon ewig in Niendorf spielt Janek Meyn, Katze und Abwehrbollwerk in Weiß. Als einziger Libero im Team unangefochtener Chef auf den letzten sechs Metern ist er Ruhepol und Motivator. In seinem ersten Jahr bei den ersten Herren sucht er vor allem nach Konstanz und Niveau. In welchem Bereich, ließ er offen. Als eher ruhiger Typ ist er so lang unauffällig, bis es hinten richtig brennt. Dann spielt er Feuerwehr und schickt auch gerne alle fünf Mitspieler ans Netz, um ganz in Ruhe ein bisschen an der Grundlinie aufzuräumen.

Trainer:

Viacheslav Invantsov - oder besser bekannt als „Slava“ - führt die Niendorfer in dieser Saison durch die Regionalliga. Seit mehr als 15 Jahren ist der Diplom-Sportlehrer in deutschen Hallen unterwegs, bekannt als grimmig guckender Heißsporn. Doch erlebt man ihn im Training und nach dem Spiel, lässt er Witz, Gutmütigkeit und Feinfühligkeit durchblicken. Der gebürtige Kaliningrader hat bereits selbst als Spieler so einige Bälle und Regeln kommen und gehen sehen und ist die Verkörperung von Erfahrung. Mit einem ganz eigenen Wortschatntz und zahlreichen Neologismen ist er schon jetzt Kult im Team. Als ganz besonderes Geschenk spendierte er dem Team einen Fußball, spätestens seitdem ist er den Niendorfern ans Herz gewachsen.

(ER/FC)