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...wie ein gefühlter Sieg

18.01.2017

NTSV fehlen vier Punkte zum Sieg beim Tabellenführer 
 
Den Aufschwung der letzten Partien wollten Sie nutzen - von gut stehenden Sternen war die Rede. Die Niendorfer Volleyballer traten stark geschwächt auf das Feld des Tabellenführers aus Neustrelitz- Fehlten Heitsch und Kok auf Grund des individuellen Wintertrainingslagers, so plagten sich Wolf und Tourounoglou mit dem Austreten bisher unbekannter Körperflüssigkeiten herum und Kapitän Clodius musste den Überstunden auf dem Weg zur ersten Million den Kampf ansagen. Dafür fand Jungspund Kröger den Weg zurück in den Kader und dieser sollte gegen Ende des Spiels auch gleich eine tragende Rolle einnehmen. 
 
Der PSV aus Neustrelitz begann selbstbewusst und ließ den Gästen zu Beginn keine Chance zur Entfaltung. Starke Blocks und ein guter Aufschlag sorgten für Probleme auf Niendorfer Seite. Zwar konnten Ivantsovs Schützlinge den ersten Satz zu Beginn noch offen halten (8:8), doch zogen die Mecklenburger in der Endphase deutlich davon (25:19).  
 
Ivantsov sprach seinen Mannen gut zu und schickte die gleiche Formation wie im ersten Satz aufs Feld. Die Außenangreifer Gentile und Rose nahmen Fahrt auf, auch weil sich ihre Annahme, dirigiert von Libero Meyn, schnell stabilisierte und Zuspieler Klieme variable Spielzüge offenbarte. Besonders erwähnenswert war der zweite Spielball: Nach 26 Abwehraktionen beider Teams und gefühlte 37 Netzüberquerungen später, vollstreckte Rose unter tosendem Jubel.  Die rund 450 Zuschauer in der Strelitzhalle schauten nicht schlecht, als der gelernte Zuspieler Daschke, eingesetzt auf der Diagonalposition, einen wuchtigen Angriff zum 5:12 aufs Parkett zauberte. Die darauffolgende Auszeit beruhigte den Spielaufbau der Gäste zwar ein wenig, doch stark kämpfende Niendorfer wussten in Block und Feldabwehr einiges entgegenzusetzen. Mit einem 24:26 sicherte man sich den zweiten Abschnitt. 
 
Danach riskierte die Heimmannschaft mehr und kam über ihre hoch gewachsenen Außenangreifer zu einigen Punkteserien. Ivantsovs Team verlor kurzzeitig die Genauigkeit und Schärfe im Aufschlagspiel und leistete sich zu viele Eigenfehler. Auch über die Mitte schienen die Strelitzer in dieser Phase wacher; sechs direkte Blockpunkte sprechen für sich. Doch die Gäste gaben nicht auf und kamen zwischenzeitlich auf 16:15 heran, ehe der PSV, wie im ersten Satz, auf 25:19 davonzog. 
 
Coach Ivantsov reagierte und brachte mit Wuschelkopf Kröger seine einzige Kraft von der Bank. Daschke agierte im Zuspiel und somit rückte Gentile auf seine Stammdiagonalposition. Der Plan schien jedoch gnadenlos zu scheitern, denn fortan klappte nichts mehr. Mit 4:0 lag man schnell zurück und nach dem 12:2 schien es lediglich um Schadensbegrenzung zu gehen; zumal sich in dieser Phase Mittelblocker Kirchner im Aduktorenbereich verletzte. Klieme kam für Ihn ins Spiel und mit ihm ungeahnte Energie: Die Niendorfer gaben nicht auf und eine Aufschlagserien von Daschke, gepaart mit tollem Blockverhalten, ließ sie auf 16:10 rankommen. Rose gelangen trickreiche Mittelangriffe und Klieme, von den Strelitzern anfangs unterschätzt, wusste nach dem Satz eine tolle Punktausbeute vorzuweisen. Plötzlich führten die Niendorfer mit 20:21 und keiner ahnte, wie sich diese Spannung noch entwickeln würde- Es schien alles möglich. Ein hart umkämpftes Ende entschieden Ivantsovs Mannen für sich; auch weil Kröger nun ins Spiel fand und mit einem Ass zum 24:26 vollendete. 
 
Nun sollte der Tie-Break also die Entscheidung bringen. Beide Teams spielten sich in einen Rausch und die Fans bekamen abwechslungsreiche Ballwechsel zu sehen. Zum Seitenwechsel führten die Neustrelitzer mit 8:7, weil ihr Hauptangreifer Storozhenko aus nahezu jeder Position punktete. Die Niendorfer steckten zwar ein, teilten aber auch weiterhin über Wedemann und Gentile aus und trotz der Abwehr zweier Matchbälle, traf Neutstrelitz zum entscheidenden 15:13. 
 
"Wir haben heute eher einen Punkt gewonnen, als zwei verloren.", sagte ein abgekämpfter Wedemann nach dem Spiel und Daschke fügte hinzu: "Das fühlt sich nicht nach einer Niederlage an. Ich bin stolz auf unseren Kampfgeist; nach 12:2- Rückstand muss man erst mal so zurückkommen."
Und so sangen die neun Gäste, trotz Niederlage, lautstark ihre Siegeshymne unter dem anerkennenden Beifall der Neustrelitzer Spieler und Fans. 

Dennoch gratuliert der NTSV zum Ausbau der Tabellenführung und dankt für die spannenden fünf Sätze, die tolle Stimmung und die fehlerfreie Organisation in der Halle. 
 
Der Trend zeigt also weiter bergauf und mit einer solchen Leistung sollten am kommenden Heimspieltag (21.01., 20:00 Uhr) gegen den Kieler TV einige Dämme zu brechen sein, wenn es an der Kollau wieder heißt: 
FEUER FREI! 
 
NTSV mit: Daschke, Klieme, Wedemann, Kirchner, Kröger, Rose, Gentile und Meyn. 
(ER)