Niendorfer TSV

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2. Damen: Was für ein Saisonauftakt!

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2. Damen: Was für ein Saisonauftakt!

19.09.2016

Bei unserem ersten Spieltag der Saison konnten wir unseren Fans in der Bondenwald-Halle einen Krimi der Extra-Klasse bieten. Wer ganz viel Langeweile hatte, konnte sich mit uns bis 19:00 Uhr die Zeit vertreiben, denn es wurde ein langer, nein, ein sehr langer Saisonauftakt!

Mit gerade mal acht Spielerinnen starteten wir unser erstes Spiel gegen Halstenbek und es ging in typisch Niendorfer Art erst einmal darum, den Gegner im ersten Satz hinterherzulaufen. Wer hat eigentlich diesen dämlichen ersten Satz erfunden? Und warum verliert Niendorf den so oft? Nach nur 20 Minuten hieß es 22:25, was knapper aussieht, als es zwischendurch war.  Naja, aber das kennen wir ja schon. Also ab in den nächsten Satz um zu zeigen, dass es auch anders geht. Unsere Fehlerquote verringerte sich ein wenig, nur die flache Decke machte uns immer wieder zu schaffen. Aber dank starken Aufschlägen von unserer Diagonalangreiferin Sabbi gelang es uns Mitte des Satzes doch ein wenig Vorsprung auszubauen, den wir überraschenderweise bis zum Schluss halten konnten. 25:20 ging dieser Satz aus und Halstenbek merkte, dass sie mit uns heute keine leichtes Spiel haben würden. Unsere Gegner waren zwar mit 12 "Mann" angereist, aber in unserer Halle brüllt niemand lauter! Wir machten deutlich, wer die Heimmannschaft war und brüllten uns mit allem, was wir hatten ab in den dritten Satz. Ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen startete wieder, doch auch dieses mal waren die Gegner machtlos, als Sabbi zum Aufschlag kam. Aus einem 15:18 wurde ein 24:18! Bärenleistung von Sabbi, doch auch der Rest des Teams war unfassbar wachsam und ließ dem Gegner nur noch Raum für Frustration. Die Halle wurde inzwischen voller und der Lärm nahm dadurch weiter zu. Der vierte Satz wurde wieder eine knappe Angelegenheit, was nicht zuletzt an unserer Fehlerquote lag. Eine flache Halle heißt leider nicht, dass das Feld größer wird, was wir leider erst begriffen, als ein Haufen Bälle von uns im Aus landete. Unnötig! Ruck zuck lagen wir 4:10 hinten und mussten wieder richtig laut werden, um die Stimmung und damit unseren Kampfgeist am Leben zu halten. Und nicht zuletzt dank Thomas und Carrie gelang es uns, uns aus unserem Loch heraus zu ziehen und das Spiel wieder in die Hand zu nehmen. Wir kämpften uns bis 21:23 ran und dann wurde es ein wahrer Kampf um jeden Ball. Aus einem 21:24 wurde durch eine wache Abwehr, gnadenlose Angreifer und einem Quäntchen Glück ein 24:24! Danach ging es weiter hin und her, bis wir uns dann doch mit 26:28 geschlagen geben mussten. Also ab in unseren heiß geliebten Tiebreak. Doch dieses mal schien das Glück auf unserer Seite, denn Halstenbek verlor komplett die Nerven und hat die eigentlich für uns typische Angst vor dem Gewinnen im kompletten fünften Satz nicht in den Griff bekommen. Fast schon zu einfach konnten wir den Satz mit 15:9 für uns entscheiden. 

Jubeln, singen, tanzen, durchatmen, Stimme wieder suchen und ab ging es in die zweite Runde :) 

Nun wartete Ellerau auf uns und die Mädels waren sichtlich beeindruckt von unserer Lautstärke. Dieses Mal behielten wir im ersten Satz von Anfang an die Nase vorne. Abgesehen von der gegnerischen Libera, funktionierte die Annahme bei Ellerau gar nicht, was für uns bedeutete, dass ein Aufschlag ins Feld oft zu einer Dankeball-Situation und somit zu schnellen Punkten für uns führt. Aber der Ball sollte dafür halt auch ins Feld und nicht immer wieder Kontakt zum Netz oder dem Aus suchen. ;) Am Ende hieß es dann aber trotzdem 25:22. Konzentriert ging es in den zweiten Satz und nun gelang uns fast alles. Dank unserem Angriffsicherungstraining am Freitag waren wir trotz großem Block wachsam in der Sicherung konnten den ein oder anderen Ball doch noch kratzen, bevor er einschlägt. Mit 25:14 ging der zweite Satz an uns und nun kam, was kommen musste. Gefühlt befanden wir uns alle bereits unter der Dusche und feierten uns und unsere ersten zwei Siege. Blöd, wenn man erst noch den dritten Satz einfahren muss. Was im dritten Satz passierte, bleibt in der Halle, denn mit 13:25 lief es einfach mal so gar nicht rund bei uns. Konzentration und letzte Kräfte sammeln. Inzwischen merkten wir alle die vorhergehenden 8 Sätze und dass wir eben keine 18 mehr sind. Die Kondition könnte besser sein und die Nerven mussten vom Feld gekratzt und wieder gesammelt werden. Es begann der nächste Krimi. Jetzt wurde wieder um jeden Ball gekämpft und Ellerau fing an, dreckig zu spielen. Viele erste Bälle von der Libera,  ein starker Block und eine noch stärkere gegnerische Mitte machten uns das Leben schwer. Trotz aller Bemühungen verloren wir diesen überwiegend ausgeglichenen Satz mit 22:25. Also ab in unseren zweiten Tiebreak des Tages ...Wir können halt einfach nicht genug bekommen vom Volleyball.  Es ging sehr gut los und wir zwangen Ellerau beim 6:3 früh zu einer Auszeit. Doch die gegnerischen Auszeiten zeigten an diesem Tag durchaus Wirkung. Gerade mal zwei Aufschläge konnten wir nach Auszeiten ins Feld bringen. Bittere Bilanz und somit ist klar, was dringend nochmal trainiert werden muss! Ellerau kam wieder ran und konnte auf 6:6 ausgleichen. Erneut ging es hin und her. Am Ende entschied dann wohl doch die Kondition, denn uns fehlte einfach der letzte Atem. Mit 12:15 ging der Satz und somit das Spiel an Ellerau. Bitter für uns, aber leider nicht anders verdient! 

Ein großen Dank an unseren Interims-Coach Pascal, der sich bei seinem Debüt sehr gut gemacht hat! Und natürlich an unsere lautstarken Fans, die uns wie immer großartig unterstützt haben! Ihr seid einfach wunderbar! Wir freuen uns über unsere ersten drei Punkte, kurieren den Muskelkater schnell aus und trainieren dann mal unsere Sicherheitsaufschläge unter Druck. ;) 
Bis zum nächsten mal, eure zweiten Damen