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Noch kein Dreier, aber...

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Noch kein Dreier, aber...

10.11.2015

Noch keinen Dreier, aber den ersten Sieg konnten die Niendorfer am Samstag einfahren! Gegen den sympathischen Gastgeber und drittplatzierten Preußen Berlin gelang ein 3:2-Sieg (19:25, 25:21, 21:25, 25:21, 15:13). Beide Teams gingen personell stark strapaziert in das Match – die Niendorfer wie gewohnt mit nur einem Außenangreifer, Felix Clodius und Stephan Wendt füllten das Loch immerhin defensiv akzeptabel aus.

Bereits um 16 Uhr ging es in die Partie und die Niendorfer starteten deutlich besser als in den letzten Spielen. Bis Mitte des Satzes war es ein ausgeglichenes Spiel, doch dann war der Wurm drin: „Nichts geht mehr!“ schien das Credo zu sein und sang- und klanglos ergaben sich die Gäste zum 19:25.

Doch neue Runde, neues Glück: Die Niendorfer fingen sich und konnten während des gesamten Satzes einen Vorsprung halten. Gute Block-Abwehrarbeit und Aufschläge waren neben guter Stimmung die Schlüssel zum Erfolg, die Berliner verlagerten ihre Angriffe immer weiter auf die Außen und wurden dadurch berechenbar. Zwar konnten die Berliner noch aufholen, am Ende setzten sich die Niendorfer aber durch.

„Zu easy“ – dachten sich die Niendorfer und starteten etwas kurios in den Satz. Beim 5:8 fiel dem Schiedsgericht dann auf, dass die von ihm abgenommene und korrigierte Aufstellung doch irgendwie noch immer falsch war und Johann wurde aufs Feld geschickt, Radi trollte sich. Weils so spaßig war, rotierten die Niendorfer im Auftrag des Unparteiischen gleich in die Ausgangsstellung zurück und starteten auch punktalisch wieder bei Null. Das war kaum aufzuholen, auch weil die Niendorfer einige Aufgschlagserien kassierten – 21:25 stand es am Ende.

„Das nehm‘ ich auf meine Kappe“, sagte Mützenträger Klieme und schwor das Team auf die letzten beiden Sätze ein. „Nach so einem Chaos kann man auch mal voll einbrechen, das Eis war aber dick genug.“ So erspielten sich die Gäste im nächsten Satz Break um Break und gingen mit 21:17 in Führung. Doch die Situation am Tabellenende verleiht weder ruhige Hände noch Nerven und so rieben sich die Niendorfer am Schiedsgericht auf. Zwei Karten und Aufschläge später stand es 21:20 und die eben erwähnten Nerven lagen blank. Stephan „Schaum-vorm-Mund“ Radke brachte den Schiedsrichter in bester Donkey-Kong-Manier an den Rand des Nervenzusammenbruchs und Marian in Erklärungsnot, doch Coach Klieme und seine Bass-Stimme konnten in der Auszeit wieder für Ruhe sorgen. Plötzlich mit der Ruhe und Präzision eines Chirurgen erzwangen die Hamburger sich den zweiten Punkt der jungen Spielzeit: 25:21.

Den besseren Start im letzten Satz erwischten die Gastgeber, doch nach dem Seitenwechsel beim 6:8 legten die Niendorfer einen Zahn zu, glichen aus und zogen vorbei. Beim 14:13 kam Johann zum Blocken für Jonas, doch durch einen starken Aufschlag eierte ein Dankeball übers Netz und die Stunde der Mittelblocker schlug: Oberes Zuspiel von Johan Heitsch unter angehaltenem Atem der gesamten Halle auf die Zwei zu Sven „das-ist-fancy!“ Wischhöfer, der gekonnt den Block sucht und findet: Aus!! Ball im Aus, das Spiel ist aus und Niendorf holt den ersten Sieg! Und endlich klingt es wieder: „Wir kommen nicht vom Neckar…“

Es spielten: Paul Millahn(L), Max Lübbe, Stephan Wendt, Felix Clodius (alle AA), Marian Held (D), Jonas Wolff, Max Daschke (beide Z), Stephan Radke, Johann Heitsch, Sven Wischhöfer (alle MB)

Coach: Sven Klieme